26: Und Schluss

 

Zwischen hier


und hier


liegen etwas mehr als 900 km

3 Wochen auf dem Rad

Hitze, Regen, Hagel, Wind.

Und insgesamt eine wunderschöne Radreise durch 4 Länder.

Was waren die Highlights?

Schwer zu sagen. Zu unterschiedlich die Eindrücke.



Langres war eine "böse" und eine sehr schöne Überraschung.


Die Kathedrale von Verdun, eine berührende Begegnung



 Stenay ein skurriles und sehr leckeres Museum


Das Infotainment einer geschichtsträchtigen Burg! Sedan.



Die unglaublich gute Ausstellung in der "Kunstkirche" in Huy


mit ihrer ganz speziellen Atmosphäre



Die wunderbare Unterkunft bei der "Süßen Mutter"



Und das kuriose Boschmuseum 



Das waren alles sehr unterhaltsame Etappenziele. Der absolute Höhepunkt der Reise war jedoch für mich Rotterdam- und ganz speziell das großartige Fenix und seine Migrationsausstellungen.




Aber auch insgesamt hat mir Rotterdam ausnehmend gut gefallen.

Aber eine Reise besteht ja nicht allein aus Kunst und Kultur und schönen Landschaften. Das Schönste sind eigentlich die Begegnungen mit netten und/oder interessanten Menschen.
Der Spieleabend in Langres zum Beispiel




Die Freunde des Mittelalters in Domremy und den Jungfrau von Orleans Spezialisten und Besitzer des ehemaligen Puffs in dem Victor Hugo verkehrte (auch wenn sein Frühstück, das schlechteste der ganzen Reise war)


Dr Klaus, dr Hans und dr Jürgen, aus dem Remstal - bekennenende Schwaben, die das Trikot "vom letzten Jahr von ihrer Alpe-Adria-Tour erst einmal auftragen - weil´s no guat isch!" 


Für die vielen netten und witzigen Fährleute, stellvertretend, unser "Retter" aus dem Naturschutzgebiet und großer Freund der italienischen Schlager, mit dem wir lauthals und ziemlich erleichtert "Marina" geschmettert haben.

Und natürlich das nette Schwesternpaar, das wir mindestens 4x getroffen haben. Beide sind seit Jahren mit dem Rad unterwegs, ehemalige Lehrerinnen. Doch dieses Mal hat sich die ältere das Handgelenk angeknackst und begleitet die Schwester nun mit Bahn und Bus. Ihre Berichte darüber wie sie versuchte nach X oder Y zu kommen, waren mindestens so abenteuerlich, wie die Reise der Schwester.
Das nette holländische Paar, die wir an einer der Badestellen getroffen haben,   die wir in Sedan mehrfach wieder gesehen haben und die uns beim 3.Mal auf ein Bier eingeladen haben. Sehr offen, sehr interessiert - spannende Gespräche.
Und natürlich die "lustigen" Gruppen an der längsten Theke der Welt. Der Torsten aus


Drochtersen/Assel, die symbadischen Kumpel aus Muggensturm und die Rauental Rangers.

Es macht einfach Spaß auf Radreisen Menschen zu begegnen.

So das wäre mein Fazit der diesjährigen Reise.


Ich versuche mal Friederike aus dem Garten zu locken, damit sie noch ihr Fazit schreibt.


frieda: 

Die Maas ist mir so richtig ans Herz gewachsen. Sie hat mich in der ersten Woche freundlich und munter sogar zum Baden eingeladen. Merci Meuse! Einen ganzen Fluss abzufahren, das hat mir am besten gefallen. Diese 950 km waren für mich ein unglaubliches Erlebnis.

Auch die Überraschung über die Strecke, die ja als "es geht immer abwärts" beworben wurde, war immer wieder lustig, manchmal auch sehr anstrengend. Am Schönsten natürlich die Strecke durch die Ardennen, steile Felsen links und rechts und wir ganz gemütlich am Fluss entlang.

Sehr unterschiedlich die Landschaften, aber auch das Essen und die Stimmung in den jeweiligen Regionen. Und so eine lange Tour hat ja immer schöne, anstrengende, lustige, berührende und auch gefährliche Momente.

Kann man Gefahren und Schönes gegeneinander abwägen? Oder hat das eine mit dem anderen zu tun?

In der Haute Marne (Frankreich) war die größte Gefahr zu verdursten und/ oder wirklich nichts zu essen zu finden. Dafür waren die vielen Schwalben in den alten ausgestorbenen Dörfern so schön.

Insgesamt haben wir in Frankreich sehr gut gegessen aber die größte Gefahr war das französische Frühstück: ein Stück Baguette und ein trockenes Croissant. Naja auch die Autofahrer waren sehr unangenehm und manchmal wirklich eine Gefahr.

In Belgien waren die Autofahrer etwas rücksichtsvoller und eindeutig die größte Gefahr waren                Pommes und Mayo. Egal wie schlicht oder vornehm, wie gut das Fleisch, Fisch, Eintopf, immer, immer gab's dazu Pommes.

Schön waren die Begegnungen mit den Menschen, die Ardennen, und natürlich, für den Manne das Bier.

In den Niederlanden waren die Radwege, die grünen Ampeln für Radfahrer, die "fietsenstallings" wirklich sehr schön. Die größte Gefahr waren andere Radfahrer, vor allem in den Städten, die fahren als ob sie zu Fuß gehen würden, schnell, zackig, um die Kurven, immer viel zu nah an den eigenen Satteltaschen.

Die letzten zusätzlichen 150 km (der Kringel, der die Strecke zumacht) und vor allem von Venlo nach Düsseldorf war überraschend schön, grün und sogar mit einem kleinen Berg und überhaupt nicht was man sich unter Ruhrgebiet vorstellt. Aber die Durchquerung der Fußgängerzone in Düsseldorf mit Rad und Gepäck war wirklich kein Spaß. Dafür aber am Abend das Alt an der längsten Theke der Welt

Eine tolle Reise, alles hat geklappt, unglaublich abwechslungsreich und wie immer super gut vorbereitet von meinem Lieblings-Radreisenbüro. 

Danke Manne!       

Und wo radeln wir wohl im nächsten Jahr?                                  

/jetzt verrate ich Euch noch was! Aber verpetzt mich nicht bei Friederike!! Gestern beim Auspacken der Satteltaschen habe ich festgestellt, dass ich keine Badehose eingepackt hatte! Ist mir auf der Reise nicht aufgefallen! Pssst! 

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