die Karte
Das war nochmal ein richtig schöner Radeltag, auf super Radwegen, durch prächtig grüne Landschaften.
Kurz hinter Venlo ging's einen Berg hoch, man glaubt es nicht! Ich musste seit langem mal wieder im kleinsten Gang fahren und der hat ganz schön geknirscht.
Aber dann waren wir "oben" bei der Kapelle "Maria Hilf",
danke, ich hab dir auch in jeder Kirche ein Kerzlein aufgestellt!
Wir fahren auf einer nicht sehr hohen Hochebene, das ist die Wasserscheide zwischen dem Rhein und dem Maasgebiet. Wieder im Nordwesten fließen diese Flusssysteme dann ja zusammen in ein großes Delta. Und das haben wir gesehen, durchfahren und mit Fähren überquert.
Hier irgendwo verläuft auch die Grenze zu Deutschland, aber die bekommen wir gar nicht mit.
Auf der "Großen Heide" kommen wir am ehemaligen Fliegerhorst Venlo- Herongen vorbei, der im zweiten Weltkrieg von den Nazis gebaut wurde, teilweise auch noch lange als Übungsplatz für die Bundeswehr und die Nato. Einige Gedenktafeln stehen da und dann kommt dieses Stück Wehrmauer, moosüberwachsen, fast schon wie ein alter Friedhof.
Auch ein paar Badeseen gab es
aber der Wind war heftig, recht kalt und die Sonne hat sich immer wieder versteckt.
Also das wird heute nichts mehr mit baden.
Aber mit feiern! Düsseldorf ist klasse, muss man mal gesehen haben. Dieser längste Tresen der Welt, der Lärm, der einen anfangs erschlägt und plötzlich ist man Teil davon. Wie Fastnacht!
Sogar eine Guggenmusik gab's:
Aber jetzt geb' ich mal weiter an den Manne:
Damit ist ja eigentlich schon das meiste erzählt. Hier und am HBF von Düsseldorf endet die 14. Radreise. 24 Tage, knapp 1.100km, die unterschiedlichsten Landschaften, nette Leute, viel Kunst. Rund- um eine schöne Tour. Doch das Resumee kommt Morgen, bzw. am Montag.
Die Einfahrt nach Düsseldorf ist sehr lang aber anfangs recht problemlos. Große gut ausgebaute Radwege. Die Neusser Brücke ist wohl baufällig, aber Fahrräder hält sie - gerade noch - aus.

Doch dann wird es sehr unübersichtlich. Es ist Samstag, die Innenstadt ist so was von voll. Außerdem ist Art-Wochenende und offensichtlich lange Museumsnacht. Mühsam schlagen wir uns zum Bahnhof durch. Das IBIS finden wir erst nach längerem Suchen. Es ist direkt im Bahnhof! Wer sucht da schon nach einem Hotel. Per Email haben wir schon erfahren, dass das Hotel keine Fahrradabstellmöglichkeiten hat. ABER, alles gut im Bahnhof ist eine Fietsgarage, - toll wie in Holland. Wir schieben die Räder durch das Gedränge auf die andere Seite des Bahnhofs. Wie immer sin alle sehr nett. Bis zu dem Augenblick, da sie sagen, dass die Garage erst um 10:00 Uhr wieder aufmacht. Ja toll, unser Zug fährt um 9:30 Uhr. Was nun? Wieder zurück zum Hotel. Jetzt lasse ich Friederike auf die Rezeption los. Durch das Fenster kann ich sehen, wie eine Angestellte nach der anderen mit dem Kopf schüttelt. No way, aber am Bahnhof, im Freien. No way!! Irgendwann sehe ich, dass eine neue Person - eine wichtige - da ist. Die Lösung: Wir dürfen im Partnerhotel "Mercure" um die Ecke, die Fahrräder in der Tiefgarage einstellen. Super! Gut gemacht, Friederike! Nur, um welche Ecke? Nach weiteren Irrfahrten finden wir das "Partnerhotel"! Alles gut.
Friederike hat schon von unserer Radreiseabschlussparty in der Altstadt erzählt. Was sie nicht erzählt hat ist, dass sie 2 in Worten ZWEI Alt getrunken hat.
Also nicht gleichzeitig. Das eine im Bild war mir.
Die Stimmung ist am frühen Abend schon sehr angeheitert. Die ersten legen den Kopf schon auf den Tresen. Anscheinend geht man nach Düsseldorf immer in größeren Gruppen und kleidet sich dafür auch entsprechend ein.

Ein junger Mann hinter mir, aus Drochtersen/Assel, 3.Mannschaft, ist ganz begeistert, dass ich schon einmal in Drochtersen gewesen bin, auf meiner Elbradtour. Er schenkt mir den Sticker.
An unseren Tresenabschnitt kommt dann eine Truppe etwas älterer Herrschaften, die einmal im Jahr gemeinsam auf "Tour" gehen. Auch die freuen sich wie Bolle, dass ich auch schon in Muggensturm war, das war auf der Rheintour, und die Rauental Rangers (so das Trikot) freuen sich auch, denn Rauentaul liegt gleich neben Muggensturm. Was ich schon immer sage. Radfahren verbindet!!
Kurz, wir haben uns köstlich amüsiert.
Noch ein Blick auf die Rheinterrassen - schön wäre es gewesen hier Abend zu essen, aber es geht noch immer ein sehr kalter Wind. Schön für uns auf dem Rad, er hat uns mehr oder weniger nach Düsseldorf geweht. Aber hier sitzen, nein danke!!
Aber das Heine Haus ist natürlich Pflicht. Schließlich, so sagte ja auch schon Hans Dieter Hüsch, von "Düsseldorf, am schönen Rhein, auch Heine wollte hier geboren sein!"
So mehr Kultur gibb es heute nicht! Wie B. aus E. ehemals K sagen würde!
Aber das Rätsel von gestern bedarf natürlich auch noch der Auflösung. Dass Herr S. aus E. beim letzten Rätsel der Saison aufgegeben hat, das will was heißen!!
W. aus G. dagegen hat die Schnittmenge von Bild, Invaliden und B52s heraus bekommen.
Das Wappen ist natürlich das vom Herzogtum Limburg.
Und wer die Kurzgeschichte von Mark Twain - The Invalid´s Story nicht kennt. Unbedingt lesen. Kann man im Projekt Gutenberg finden. Der Stinkekäse Limburger ist also das Lösungswort.
Und der kommt auch in einem Lied der B52`s vor:
Ohne Zweifel, der "Limburger" ist weltbekannt! Und beliebt - besonders gern zu Pellkartoffeln!!
So, damit ist dieser Teil der Reise auch Geschichte!
Drückt uns die Daumen, dass die DB uns Morgen rechtzeitig zum Deutschlandspiel nach Engen bringt. Dann sehen wir uns um 19:00 Uhr im Türmle!
Und dann am Montag noch ein letztes Mal zum Fazit
Frieda: Und jetzt habe ich auch noch ein Rätsel, bzw. eine Physikfrage:
Geschwindigkeit und Wind und warum ist Gegenwind so anstrengend?
Meine Theorie: Wenn der Gegenwind 17 km/h bläst und auf meinem Tacho 10 km/h steht, weil ich mich wahnsinnig abmühe, aber kaum vorankomme, dann muss ich eine Energie aufbringen als ob ich 27 km/h fahren würde,- bei Windstille.
Und wenn der gleiche Wind von hinten kommt, und auf meinem Tacho steht 27 km, obwohl ich mich gar nicht anstrenge, dann habe ich nur die Energie aufgebracht, die ich bei Windstille für 10 km/h brauchen würde.
Kann man die Frage verstehen und weiß vielleicht jemand von euch die richtige Antwort?
Ja mit solchen Überlegungen schlägt man sich herum, vor allem dann, wenn man gegen den Wind kämpft. Aber das war heute ja gar nicht der Fall.
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