21.Tag: Bis Breda
Bleigrau, bis tiefschwarz der Himmel- und Blitze zucken über den Hochhäusern. Tschüss, Rotterdam!
Wir sitzen sicher und -einigermaßen gemütlich - aber auf jeden Fall -noch - trocken im genialen Waterbus. Das war die beste Entdeckung von Dir, Friederike, dass man mit dem Boot aus Rotterdam rausfahren kann.
Es rumpelt ganz schön auf der "Neuen Maas", In einer Stunde sind wir zurück in Dordrecht. Der Plan ist, heute durch das Naturschutzgebiet
Biesbosch fahren.
Auch wenn es so aussieht, als wäre dies das Mündungsdelta von irgendeiner Maas, dieses Sumpf- und Seengebiet ist erst im 17. Jahrhundert bei einer großen Sturmflut entstanden. Ich vermute, es könnte sich um die 2.Mandränke von 1634 handeln. Ich weiß natürlich, dass die sich vor allem in der Nordsee abgespielt hat. Aber um die Drehe muss sich diese Überschwemmung auch spielt haben. Das Gebiet hat man seitdem sich selbst und den Bibern überlassen, abgesehen von einigen Flächen, die landwirtschaftlich genutzt werden. Gerne hätten wir euch die beeindruckenden Seen mit den abgestorbenen Bäumen gezeigt, die die Biber bearbeitet haben. Aber der Regen hat uns trotz des schnellen Wasserbusses und unserer noch schnelleren Bemühungen auf dem Rad, eingeholt.
"Habt Ihr die 2 grünen Zwerge da unten gesehen? Ist das der neue Grünfutter Lieferservice "Futter auf Rädern?""
Halbinseln lösen bei mir immer ein gewisses Unbehagen aus. Was, wenn am Ende der 10 km keine Fähre auf uns wartet?
Davon wird Euch Friederike aber mehr erzählen:
Die Kapitäne der kleinen Fähren sind eigentlich immer sehr nett, aber der hier, war wirklich der Beste. Wir haben von weitem schon gesehen, dass eine Fähre anlegt und zwei Radfahrer rauslässt und wir haben einen Zahn zugelegt, damit er uns auch sieht und nicht aus Versehen wieder rüber fährt, wo es sonnig und warm aussah. Ganz gemütlich hat er uns empfangen, "ja gegen das Wetter kann man nichts machen", gelacht, und mich gleich mal eingeladen mich an Steuer zu setzen.
Nass und tropfend wie ich war.
"Ah das wird wieder trocken". Übrigens: er hat holländisch gesprochen, und wir deutsch, aber wir haben uns gut verstanden. Und viel gelacht.
Und dann sind wir losgefahren- also er, nicht ich- über einen breiten Flussarm "Hollands Diep" auf dem auch einiges an größeren Schiffen und Frachtern unterwegs war. Er hat alte Schlager angemacht und bei "Marina, Marina, Marina, ti voglio ...." haben wir zu dritt gesungen, naja, ohne Text, eher gegrölt.
So macht Flussfahren Spaß!
Auf der anderen Seite war tatsächlich Sonne,
Hier verabschiede ich mich von der Maas,(oder Waal oder Diep, oder Oulde Maas.?) das ist ein unglaublich breites Flußdelta und man verliert leicht den Überblick, an welchem der Zuflüsse oder Arme man gerade entlangradelt)
Wisst ihr noch, wie sie angefangen hat, die Maas? Das war vor knapp drei Wochen und runde 1.000 km entfernt in Frankreich:
Nach Breda war es nicht mehr weit, und die Stadt hat uns sogar mit Sonne empfangen. Nette Läden, eine große Kirche, Marktplatz.
Das Sonnenglück war von kurzer Dauer und bevor wir essen gehen konnten, mussten wir in die erstbeste Bar flüchten. Aperol und Bier hilft immer.
KI (Kopf Intelligenz) gegen KI (Künstliches Irgendwas)
Heute eine ganz schlichte Frage: Was fällt Euch zu Breda und Lanzen ein?
Und nun einen gemütlichen Abend noch!!

















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