19.Tag: Bis Rotterdam

die Karte


Wir sind in Rotterdam angekommen, juhuuu, der Maasradweg ist "abgeradelt". Aber schon am Mittwoch werden wir uns wieder auf's Fahrrad schwingen. 

Wer die Blogs der vergangenen Jahre begleitet hat, wird wissen, dass ich ein ganz großer Freund der Boucle Touren bin. Das heißt ein Schleifchen muss schon sein. Deshalb werden wir übermorgen noch ein kleine Runde durch die Niederlande drehen, um, hopefully, am kommenden Sonntag von Düsseldorf mit der Bahn zurück nach Engen zu fahren. Also: Wenn Ihr Lust habt, begleitet uns noch eine Woche!!!

Aber nun zu heute.




Kees war ein sehr sympathischer Gastgeber, in einem etwas eigenwilligen B&B. Wir beide waren in einem anderen Leben Englischlehrer, und er hat uns heute Morgen beim Frühstück - einem sehr guten - ein wenig aus seinem Leben erzählt. Er ist Sohn von Flussschiffern und die ersten 6 Jahre seines Lebens ist auf auf den europäischen Flüssen geschippert. Bis er 6 Jahre alt war und sein Vater gestorben ist.
Wir haben dann noch eine ganze Weile über die Vor-und Nachteile vom Leben in alten Häusern geschnackt und warum er jetzt beschlossen hat in eine neues "ebenerdiges" Haus zu ziehen. 

Bis Rotterdam sind es heute nur etwa 20 km. Ich bin allerdings etwas mehr gefahren. Da es in dem Haus aus dem 18.Jh. keinen keine Unterstellmöglichkeit für unsere Räder gab, mussten wir sie zum großen Radparkhaus am Bahnhof bringen. 20min zu Fuß, 5min mit dem Fahrrad und wieder bisher überall völlig kostenlos. Dummerweise habe ich den Schlüssel für mein Schloss in der Radtasche in der Pension gelassen, so dass ich noch einmal zurückfahren musste. 
  

Selten sind wir in einem derartigen Ballungsgebiet wie hier zwischen Dordrecht und Rotterdam so entspannt geradelt wie heute.
Na ja, der Auftakt war ein wenig abenteuerlich.

 
Um auf die große Brücke über die Oude Maas zu kommen, mussten wir 3 Treppen hoch schieben. Doch der Holländer liebt seine Fahrradfahrer. In den Rinnen sind Laufbänder, die das Hochkommen erleichtern - aber nicht wirklich leicht machen.



Danach aber Fernradwege vom Feinsten. 




Überhaupt kann ich mich nicht erinnern jemals entspannter in eine Großstadt eingefahren zu sein. Rotterdam ist nicht ansatzweise so hektisch wie Amsterdam.
Und gleich bei der Stadtgrenze biegen wir in die "Olympiastraße" ein. Ich denke noch... Da biegt auch schon der Mannschaftsbus von Feyenoord ein:


Wie cool ist das denn? Wir fahren direkt am Stadion vorbei. Vor dem Tor stehen Spieler. Einige geben Autogramme. Und der gestrenge Guard am Eingang lässt mich sogar rein um ein paar Fotos zu machen. Leider nicht bis in den Innenraum.


Was mir aber ganz besonders gut gefallen hat, war die "Heldengalerie" neben dem Eingang. Auf großen Bildern wird die Geschichte des Vereins erzählt - mit allen Höhen und Tiefen.


Die großen Siege 



Und herbe Niederlagen





Ja, Fußball kann ganz großes Gefühlskino sein. Und das Beste von großen Vereinen sind ihre Fans. 
OK, es gibt große Vereine deren Vereinskultur ist nicht so berauschend - ich nenne jetzt keine Namen!

Aber Feyenoord gehört zu den ganz Großen.

Besser kann man doch nicht in eine Stadt einfahren.


Von der großen Erasmusbrücke hat man einen wunderbaren Blick auf die Skyline.





Rotterdam ist eine "moderne" Stadt mit einer z.T. sehr beeindruckenden Architektur. 

Im "Rotterdam Blitz" haben die Deutschen im Mai 1940 die gesamte Altstadt von Rotterdam zusammengebombt. 
Völlig sinnlos - und überflüssig. Weil die niederländischen Armee bereits kapituliert hatte, die Bombengeschwader aber nicht mehr rechtzeitig zurückgepfiffen wurden. So  hirnlos Kriege sowieso sind, manchmal ist die Zerstörung einfach unfassbar dämlich.




"Die Zerstörte Stadt" von Ossip Zadkine ist ein ikonisches Meisterwerk, das wie wenige mit künstlerischen Mitteln den Schrecken des Krieges gerecht wird.

So und jetzt ist Friederike dran.

Frieda:
Hier unsere Ankunft in Rotterdam um die Mittagszeit: Maasradweg geschafft! Hoch die Tassen!




Aber jetzt wird erstmal Rotterdam erkundet. Eine tolle Stadt, sehr modern und doch gar nicht hektisch.

Das erste Highlight ist die Markthalle, ein modernes Gebäude, einer alten Markthalle nachempfunden.



In der großen Kuppel sind 230 Wohnungen und Büros, die auf das Marktgeschehen herunterschauen können und auf der Außenseite richtige Fenster und Balkone haben. Die Wände sind aus bedruckten Glasplatten,- 4000 Stück- , die ein großes buntes Kunstwerk bilden mit bunten Früchten, Rieseninsekten, Kühen, Blumen. "Füllhorn" hießt das Gesamtkunstwerk einer niederländischen Künstlergruppe um Arno Coenen , ein modernes Stillleben.


Unten kann man Käse kaufen, und oben kann man auf den Maasradweg anstoßen:


Wir sind der Maas von der Quelle bis zur Mündung gefolgt, und das kleine Bächlein ist ein mächtiger Strom geworden!
950 km waren es, durch Frankreich, Belgien und Holland, bei Hitze, Gewitter und Regen
Für mich ist es der erste Fluss, den ich jemals ganz abgeradelt habe. Zum Wohl!
Ob aus diesen Gucklöchern in der Kuppel jemand heruntergeprostet hat? Proost!

Und so sieht die Markthalle von außen aus:


Es hat noch weitere "verrückte" Gebäude um diesen Platz herum: 



Die Kijk Kubus, auch diese sind bewohnt, und zwar seit 40 Jahren. Vielleicht schaffen wir es morgen, sie zu besichtigen. 



Ob's heute ein Rätsel gibt weiß ich nicht, aber ich sag jetzt mal "tot ziens"

Zuerst eine Auflösung:

Wie gehabt gingen "zahlreiche" richtige Lösungen ein, die Waffeln werden "unter Ausschluss der Öffentlichkeit" verlost.

W. aus G. Herr S. aus E. und Ch aus H sind den Schafköpfen richtig auf die Spur gekommen.

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Was hat dieses Bild mit Dordrecht zu tun?
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Nun, die Dodrechter werden Schapenkoppen genannt. Und warum das?
Schafsköpfe: Die Legende
Die Einwohner von Dordrecht werden gemeinhin als Schapenkoppen (Schafsköpfe) bezeichnet. Diesen Namen
verdanken sie einer Legende aus dem Mittelalter. Dordrecht war zu dieser Zeit eine sehr wohlhabende und mächtige
Stadt, unter anderem aufgrund des sogenannten Stapelrechts. Auf alle Waren, die auf die Insel Dordrecht gebracht
wurden, wurde eine Steuer erhoben, die auch für die Einfuhr von Fleisch und Schlachtvieh galt.
Natürlich zahlten die Menschen schon damals ungern Steuern. Nachdem zwei Einwohner in der Nähe von
Dordrecht ein Schaf gekauft hatten, überlegten sie sich, wie sie die gefürchtete Steuer umgehen könnten. Als sie auf
dem Weg zurück in die Stadt an einer Vogelscheuche vorbeikamen, hatten sie eine Idee und kleideten das Schaf in
den Kleidern der Vogelscheuche, inklusive Hut.
Dann wurde das Schaf an den Vorderbeinen gepackt, und so gingen die Männer in Richtung der Stadttore. Selbst in
der dunklen Nacht konnten die Steuerbeamten am Tor deutlich erkennen, dass der mittlere „Mann“ ein wenig
unsicher auf den Beinen war. Aber das war an sich nichts Verdächtiges, da oft Leute vorbeikamen, die zu viel
getrunken hatten.
Am Tor hatten die ‚drei‘ Männer offensichtlich nichts zu deklarieren und der Plan schien zu funktionieren. Doch
gerade als sie passieren wollten, war ein trauriges baaahhh zu hören ...
Leider verrät die Geschichte nicht, was mit den Männern und ihrem wolligen Freund geschah, aber die Einwohner
von Dordrecht werden seither Schafsköpfe genannt. Und daraus ist sogar eine Tradition geworden: Noch heute
erhält jedes Neugeborene in Dordrecht bei seiner Anmeldung bei der Stadt ein kleines Plüschschaf als
Willkommensgeschenk.
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Hier dann noch eine moderrnere Umsetzung des Motivs:

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Was hat dieses Bild mit Dordrecht zu tun?
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Nun, die Dodrechter werden Schapenkoppen genannt. Und warum das?
Schafsköpfe: Die Legende
Die Einwohner von Dordrecht werden gemeinhin als Schapenkoppen (Schafsköpfe) bezeichnet. Diesen Namen
verdanken sie einer Legende aus dem Mittelalter. Dordrecht war zu dieser Zeit eine sehr wohlhabende und mächtige
Stadt, unter anderem aufgrund des sogenannten Stapelrechts. Auf alle Waren, die auf die Insel Dordrecht gebracht
wurden, wurde eine Steuer erhoben, die auch für die Einfuhr von Fleisch und Schlachtvieh galt.
Natürlich zahlten die Menschen schon damals ungern Steuern. Nachdem zwei Einwohner in der Nähe von
Dordrecht ein Schaf gekauft hatten, überlegten sie sich, wie sie die gefürchtete Steuer umgehen könnten. Als sie auf
dem Weg zurück in die Stadt an einer Vogelscheuche vorbeikamen, hatten sie eine Idee und kleideten das Schaf in
den Kleidern der Vogelscheuche, inklusive Hut.
Dann wurde das Schaf an den Vorderbeinen gepackt, und so gingen die Männer in Richtung der Stadttore. Selbst in
der dunklen Nacht konnten die Steuerbeamten am Tor deutlich erkennen, dass der mittlere „Mann“ ein wenig
unsicher auf den Beinen war. Aber das war an sich nichts Verdächtiges, da oft Leute vorbeikamen, die zu viel
getrunken hatten.
Am Tor hatten die ‚drei‘ Männer offensichtlich nichts zu deklarieren und der Plan schien zu funktionieren. Doch
gerade als sie passieren wollten, war ein trauriges baaahhh zu hören ...
Leider verrät die Geschichte nicht, was mit den Männern und ihrem wolligen Freund geschah, aber die Einwohner
von Dordrecht werden seither Schafsköpfe genannt. Und daraus ist sogar eine Tradition geworden: Noch heute
erhält jedes Neugeborene in Dordrecht bei seiner Anmeldung bei der Stadt ein kleines Plüschschaf als
Willkommensgeschenk.
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Hier dann noch eine moderrnere Umsetzung des Motivs:



Und das Rätsel von heute und Allen eine geruhsame Nacht:

Wer ist das?



Und warum steht er da, wo er steht?




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