18.Tag: Bis Dordrecht
Los ging's heut morgen mit einem sehr leckeren Frühstück bei der Süßen Mutter und dem Wetterbericht: Windstärke 17-18 aus West oder Südwest, morgens leichter Nieselregen.
Das Geniesel war schnell vorbei, hat nichtmal gelohnt die Regensachen anzuziehen. Aber der Wind!
Beim Rausfahren hatten wir nochmal angehalten um die Karte anzuschauen, da hat ein Rennradfahrer, der seine Sonntagsrunde gedreht hat, uns gefragt, ob wir Hilfe brauchen. Und ja, gerne.
Er erklärte wie wir aus der Stadt rauskommen, dann nach der Brücke links und dann immer gegen den Wind fahren. Er hat gegrinst und die Schulter hochgezogen, also ob er sagen wollte. "sorry, das ist halt Holland".
Es war eine sehr anstrengende Strecke aber auch sehr schön. Irgendwo war immer Wasser .
Hier unsere erste Fähre:
Unsere zweite Fähre hatte leider Sonntags Ruhetag, das hat uns einige Kilometer gekostet. Aber auch hier waren freundliche Leute, die mit uns auf der Karte Alternativen gesucht haben. Eine Frau meinte, am einfachsten wäre doch, wir würden bis morgen warten, hier hat es einen netten Campingplatz. Oh bedankt!
Bis Gorinchem war die Strecke gut ausgeschildert, oft sind wir auf "shared routes" gefahren, also zusammen mit Autos, die aber eindeutige Schilder hatten, dass sie Rücksicht nehmen sollen. Das haben nicht alle gemacht, heute wurden nämlich die tiefgelegten Porsches und andere tolle Autos ausgefahren., und da ist so eine nette Straße ohne viel Verkehr doch wunderbar. Einer musste immer wieder höllisch abbremsen, -nicht wegen uns!- weil er sonst an den "schlafenden Polizisten" aufgesessen wäre.
Manche Dörfchen haben sich so hinter dem Damm versteckt, dass man nur reetgedeckten Dächer gesehen hat und auf irgendein Dachfenster schauen:
Windgeschütze Pausenplätzchen gab es auch, und wenn man das Foto größer zieht, kann man sehen wie sich die Blätter in den Wind legen:
Am traumhaften Plätzchen am Kiosk an unserer nächsten Fähre,
darf der Manne jetzt weiterschreiben.
Na gut! Im Prinzip ähnelt der 2.Teil unserer heutigen Strecke dem ersten. Dazwischen die "Rennbootfähre" rüber nach Gorinchem. Mann, das hat uns fast weggeweht.
Friederike kann sich nicht entscheiden, ob sie beim Fahrrad bleiben soll, damit es nicht umkippt oder in die Kabine gehen kann. Sie bleibt auf halber Strecke stehen.
Und auf der anderen Seite geht der Kampf gegen den Wind weiter.
Die hässlichsten 4 km waren
"Hoe dichter bij Dordt, hoe rotter het wordt"
Jan und Cornelius de Witt geboren. Die beiden waren bekannte Politiker im 17.Jh. was ihnen aber nicht gut bekam, denn sie wurden während der Unruhen 1672 gelyncht. Man sagt, dass Jan, der jüngere de Witt ein sehr wichtigsten Mathematiker hätte werden können. Er hatte sich mit Wahrscheinlichkeitsrechnung beschäftigt und Grundlagen zur Versicherungsmathematik entwickelt uns sich damit einen Namen gemacht.
Unsere Unterkunft ist im 2.Stockwerk eines Hauses aus dem 18.Jh. Ohne Gepäck lässt sich die Treppe ganz gut bewältigen, - mit Satteltaschen sah es deutlich anders aus.












Kommentare
Kommentar veröffentlichen