die Karte
Den ersten Teil der heutigen Strecke sind wir auf der Via Valentina gefahren, der Römerstraße Cuijk und Boxmer. Entlang der Maas verlief wohl eine stark befahrene Römerstraße, es gibt Ausgrabungsstätten und Reste von Brücken und Mauern.
und es ging ein paar Kilometer über einen wunderbaren Damm.
Wir konnten allerdings gar nicht sehen, wo das Wasser ist, vor dem er schützen soll. Weit und breit kein Fluss.
Wir sind 77 km gefahren, entsprechend müde sind Beine und Kopf. Wettermix aus Regen leicht oder gering oder kräftige Schauer, abwechselnd mit Sonne. Mäßiger Wind aus Nord, Nordwest.
Wahrscheinlich habt ihr euch schon gefragt, ob oder warum wir nicht den Regenradar nutzen. Das tun wir, und wenn wir morgens starten und sehen, dass es besser ist erst eine halbe Stunde später loszufahren machen wir das natürlich. Aber dann sind wir unterwegs, die Regenblasen auf Wetter online kommen und gehen und schon im nächsten Ort kann es sein, dass genau wenn wir ankommen die dunkelblaue Säule zu sehen ist....und uns auf den Regenponcho tropft.
Also heute war ein Tag des An und Ausziehens und manchmal hatten wir Glück und wir konnten die nächste Regenfront im Café auf gemütlichen Sofas aussitzen.
und allmählich werden wir auch stoischer.
Wir bewundern die Holländer, die den heftigsten Regen einfach kurz abwarten, dann Kapuze aufziehen und weiter geht´s.
Wir hatten uns gestern bei heftigem Regen an einem Waldparkplatz untergestellt- unter dem kleinen Dach der Wanderkarte, da kam ein holländisches Radlerpaar vorbei, sie haben angehalten und gefragt, ob wir Infos brauchen. "Nein, wir warten nur den Regen ab". Sie haben gelacht, "Ja das ist Holland", Sie standen mitten im Weg, der Regen ist auf sie eingeprasselt, und sie haben ein nettes Gespräch angefangen. Sie sind auch auf dem Maasweg unterwegs, in entgegengesetzter Richtung, und die Frau meinte, dass sie so für die letzten paar Tage gut trainiert ankommt. "Nein", sie wollten sich nicht unterstellen, sie fahren weiter. Gute Reise!
Um die Mittagszeit wurde es abenteuerlich, der Radweg war immer wieder gesperrt. Aber da ist der Manne eigensinnig, Umleitungen mag er gar nicht. Er fährt einfach in die Absperrung rein und hofft, dass die Straßenarbeiter, Planierraupen-Bagger-Lastwagenfahrer uns durchlassen.
Hier die Planierraupe, die gerade aus dem dampfenden frischen Teer herauskam.
Und Manne drängt direkt hinterher. Nachher hat er behauptet, dass der Typ meinte, wir könnten ruhig reinfahren, der Teer wäre nicht mehr heiß.
Aber ich habe gesehen wie es dampft!
Es gab hübsche Deichhäuschen und schreckliche Neubauten, Markstände in den kleinen Orten, Kirchen und Kapellen, Hasen und sogar einen Fuchs auf Beutefang im Feld, Minipferde auf der Weide. auch schöne Blumen vor den Häusern und in den Gärten, Und hier kann man sich sogar mit selbstgezogenen Ablegern eindecken. Schade, kein Platz auf dem Gepäckträger.
Und jetzt wohl noch ich:
Friederike hat ja schon das meiste von heute erzählt. Was sie nicht erwähnte: wir hatten heute zum ersten Male fast durchgängig Gegenwind, oft eher von 11 Uhr oder von 1 Uhr, aber da waren die "Superkräfte" nicht mehr vorhanden. Doch auch davon würde der Holländer kein Wort verlieren - Wind gehört hierher, wie der Regen. Von den Holländern lernen heißt Radeln lernen!!
Der Dauerzwist zwischen romantisch-mäandrierendem Maasradweg und pragmatischem Komootansatz, ging heute leider zugunsten von Komoot aus. 77 km eher unromantisch aber zügiger Strecke mit einem Robbenbaby-Faktor von 0,5 waren aber unterm Strich das Maximum. Auf dem Maasradweg wären sicher 10 km drauf gekommen. Das geht dann wohl auf meine Kappe. Künftig werde ich Komoot stärker "auf die Finger schauen", versprochen. Und bis Rotterdam nur noch Maasradweg! Versprochen.
Dabei sind wir heute auch an superschönen Badeseen vorbei gekommen! Aber Friederike hat jedes Mal dankend abgelehnt. Das Nass von oben hat anscheinend heute völlig ausgereicht!!
Die Martinuskirche von Cujik haben wir schon ganz von weitem sehen können. Aber so direkt davor stehend hat sie deutlich an Charme eingebüßt. Uninteressanter aufgeblähter Historismus!
Kurz danach haben wir zwei nette ortskundige Damen getroffen, die uns vom Super-Fiets-Highway von Oss nach s´Hertogenbsch vorgeschwärmt haben. "Alles rote Straßen, Fiets haben Vorfahrt. Am Bahnhof von Oss geht es los." Und da vorne um die gesperrte Scheisestraat" (die hieß wirklich so), die könnt Ihr einfach durchfahren". Danke für den Tipp! Nur leider war der Superradhighway nur teilweise super - und vor allem nicht so leicht zu finden. Mag sein, dass langsam der Feierabendverkehr eingesetzt hat, aber so rücksichtsvoll waren die Autofahrer heute nicht. Dort wo man eine größere Straße kreuzen musste, da war fast kein rüber kommen. Und auf "geteilten" Abschnitt, konnte von 1.50m Abstand nicht wirklich die Rede sein. Aber Schluss jetzt mit Gemecker. Insgesamt
war es ein anstrengender aber schöner Radtag und unsere heutige Unterkunft ist wirklich sehr originell.
Das Klosterhotel zur "Süßen Mutter" hat wirklich was, ich denke da werden wir Morgen noch einmal darauf zurück kommen.
Wir haben ein "Gartenzimmer" das wirklich wie ein kleines Gartenhäuschen an einen wunderschönen Garten grenzt.
Dass wir im "Italiener" um die Ecke heute Abend keinen Platz bekommen haben, war daher nicht so schlimm - der Thai-Take-Away hatte noch offen und da haben wir eben idyllisch im Gartenpavillon gegessen.
Das war es eigentlich für heute!
Liebe Rätselfreunde!!
Sollte ich es tatsächlich geschafft haben, dem "unbezwingbaren" Herrn S. aus E. Rätsel gestellt zu haben, dass er nicht innerhalb von ein paar Minuten geknackt hat.
Kann man Google und KI und Herrn S. tatsächlich unlösbare Aufgaben stellen?
YESSS 💪
Ein Tipp das Wappen von gestern, ist das des Herzogtums Brabant. So weit so gut. Der Herr Ranunkel stammt also aus Brabant! Hilft das weiter?
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