8.Tag: Ruhetag in Sedan

 Schon eine Woche unterwegs! Unglaublich! Der Ruhetag ist höchst willkommen, nicht weil wir völlig fertig sind, aber mal zwischendurch ein wenig ausspannen und eine Runde Wäschewaschen, das muss sein. 

Und die Burg von Sedan kann man einfach nicht nach einem Radtag noch schnell mitnehmen. Dazu ist sie zu groß und zu interessant.



Wenn Ihr seht, wie winzig Friederike auf dem Bild ist, dann kann man es (fast) glauben, dass wir heute die größte Burg Europas besucht haben. 
Dass sie eine sehr geschichtsträchtige ist, muss ich Euch nicht erklären. Sie hat über die Jahrhunderte hinweg eine wichtige Rolle in der Geschichte Frankreichs und auch Deutschlands gespielt. Aber heute keine Geschichtsstunde. 
Die Burg und vor allem die "museumspädagogische" Aufbereitung der Geschichte war schon seehr amüsant- um nicht zu sagen witzig. Eine Mischung aus ernst gemeintem Infotainment und 
Geisterbahnatmosphäre. 




Filme, geisterhafte Musik, Schlachtgeräusche, nachgebaute Räume, nicht schlecht, aber ob davon viel hängen bleibt bei den Besuchern? Aber immer noch besser, als die Museumspädagogischen Konzepte, mit denen "wir" bei den "Empirischen Kulturwissenschaftlern" die armen Besucher von Ausstellungen zugetextet haben.






 

Insgesamt haben wir uns sehr amüsiert! Am Besten hat mir eine Animation gefallen, die aus 5 großen "Gemälden" bestand, die lebendig werden, wenn man davor steht und die sich von Bild zu Bild darüber unterhalten, wer wichtiger war in der Geschichte der Burg.

Und wen wir in der der Schlosstaverne getroffen haben, davon wird Friederike Euch berichten.

frieda: 
Na klar die netten Holländer. Und die haben uns zu einem Schlossbier in der Taverne eingeladen. 
Ohweh, jetzt schon das zweite Mal Bier vor Vier, wie soll das weitergehen? Belgien kommt ja erst noch.
Aber wir haben einen sehr lustigen, interessanten und wunderbar kühlen Nachmittag verbracht-
"Bedankt Aline und Emil"!

Morgens haben wir uns ein bisschen Sedan angeschaut und so sieht jetzt unsere Maas aus, leider kein Badeplatz, bzw. nur ein paar Stellen wo Leute mit ihren Hunden hingehen.


Und ich hab drei Postkarten für die Enkelkinder gekauft, aber Briefmarken fürs Ausland gibt es nur noch direkt in der Post. Also die Post gesucht, in der Schlange gestanden und pro Briefmarke 2,25€ gezahlt. Das musste ich jetzt doch noch loswerden.

Der Ruhetag hat gut getan und unsere Beine haben sich sehr gefreut.
Wir sind die ersten fünf Radtage immerhin schon 340 km gefahren und dabei 2300 Höhenmeter hochgeschuftet.
Zum Vergleich: die Alpe Adria Radstrecke waren 410 km und 2500 Höhenmeter.
Es wird jetzt auf jeden Fall gemütlicher, sagt der Reiseleiter und ich habe vollstes Vertrauen.



UND zum Guten Schluss noch das Rätsel des Tages:


Das Wildschwein, genauer der Eber, ist in den Ardennen überall zu sehen. Dabei gibt es auch eine Person, die diesen etwas zweifelhaften "Ehrentitel" trägt - und zwar völlig zurecht, denn er war durch und durch ein Schwein. Die Rätselfrage des Tages lautet:

Wer war die "Wildsau" der Ardennen was hat er mit Sedan zutun, was hat er angestellt und wie hat er geendet?


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